Inklusiv spielen und lernen will gelernt sein (IH 1)

Inklusion ist die anspruchsvolle Aufgabe, unterschiedliche Wahrnehmungs-, Handlungs- und Kommunikationsvoraussetzungen der Kinder zur Inspiration des gemeinsamen Spielens und Lernens zu machen. Dies kann schon mit der Spielgestaltung in Kita und Familie beginnen. 
Spielfreude wecken, Kommunikation fördern, Spielideen der Kinder aufgreifen und den Möglichkeiten aller Mitspielenden anpassen, sind einige Momente der Spielgestaltung, die von Pädagogen und Eltern erzeugt werden können, um eine leichtgängige Koordination der Unterschiede zu ermöglichen.  
In der Fortbildung wird mit geeigneten Spielen praktisch erprobt, wie kreatives inklusives Spielen und Lernen der Kinder gefördert werden kann. Zudem werden unter dem Aspekt „inklusiv lernen“ vielfältige Möglichkeiten der Spiele für den Aufbau mathematischer Grundlagen bewusst gemacht.

Angebot für:

Fachpersonen aus Kita, Frühförderstellen, Grundschulen und/ oder Elterngruppen

Referentin:

Gudrun Badde; Sozialpädagogin 

Informationen:

Umfang: ½ Tag = 4 Std. 
Preis:     450 €/ Gruppe
Termin:  nach Absprache

Kontakt:

Selbständigkeitsförderung

blinder und sehbeeinträchtigter Kinder im familiären Alltag (IH – 2)

Mein Kind will selbständig werden - wie kann ich es dabei unterstützen?

Als Eltern blinder, sehbeeinträchtigter oder komplex beeinträchtigter Kinder sieht man sich täglich neuen Themen und Herausforderungen gegenüber. Der Familienalltag verlangt, dass man trotz offener Fragen entscheiden und handeln muss. Oftmals bleibt ein Gefühl der Verunsicherung zurück, ob der eingeschlagene Weg wohl die gewünschte Entwicklung des Kindes unterstützt.

  • Wie kann ich das Verhalten meines Kindes verstehen lernen?
  • Wie kann ich mein Kind zu größerer Selbständigkeit verhelfen (selbst waschen, Zähne putzen, anziehen, den Tisch decken, essen etc.)?
  • Wie kann mein Kind lernen, mobil und orientiert die Welt zu erfahren?

Wir bieten ein Forum, in dem Kompetenzen und Erfahrungen aller Teilnehmenden für die je individuelle Fragestellung nützlich werden. Als Fachpersonen für die Bereiche O&M und LPF bringen wir unsere Überlegungen konkreter Unterstützungsmöglichkeiten des Kindes zu mehr und mehr Selbständigkeit natürlich ebenso ein. So entsteht eine Palette anregender Ideen, die zugleich auf die jeweilige Alltagssituation zugeschnitten sind.

Angebot für:

Eltern mit blinden, sehbeeinträchtigten oder komplexer beeinträchtigten Kindern. 

Referentinnen:

Renate Heule, Rehabilitationslehrerin für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen (O&M/ LPF)
Ina Maag, Rehabilitationslehrerin für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen (O&M/ LPF)

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Wenn Kinder Ihren eigenen Ideen folgen (IH – 3)

Orientierung und Mobilität (O&M) mit sehbeeinträchtigten und / oder komplex beeinträchtigten Kindern

Die Förderung der Raumwahrnehmung und O&M sehgeschädigter Menschen mit körperlicher/ komplexer Beeinträchtigung will individuell gestaltet werden. Auf der Grundlage eines systemischen Bewegungsverständnisses werden im ersten Schritt Beobachtungs- und Analysefähigkeiten erarbeitet. Vor diesem Hintergrund werden zweitens Möglichkeiten individuell ausgerichteter Förderung entworfen, die sich an den Potentialen der Person orientieren. In einem dritten Schritt werden konkrete Handlungsideen und Anregungen zur individuellen Unterstützung der O&M komplex beeinträchtigter Personen entwickelt.

Angebot für:

Eltern mit blinden, sehbeeinträchtigten oder komplexer beeinträchtigten Kindern. 
Auch geeignet als Angebot von Elternvereinen, Selbsthilfegruppen, Frühförderstellen etc. an ihre Mitglieder oder Kundschaft.

Referentin:

Renate Heule, Rehabiliationslehrerin für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen (O&M/ LPF)

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Sprich mit mir in meiner Sprache (IH – 4)

Über Bewegung mit komplex beeinträchtigten Kindern/ Jugendlichen in den Dialog treten

Von Anfang an findet Lernen über Bewegung statt, denn Verstehen ist an Handeln gebunden, und Handeln ist emotionales Erleben. Zur Förderung der psychischen, motorischen und kognitiven Entwicklung gilt es, Angebote so zu gestalten, dass das Kind mit sich selbst (Eigenerfahrung), mit Anderen (Kommunikationserfahrung) und mit den Dingen (Funktionserfahrung) Erfahrungen macht, durch die es sich und die Welt ordnen und formen kann. Unter systemisch-konstruktivistischen Gesichtspunkten stehen dabei bewegungsdialogische und kommunikative Prozesse im Vordergrund.

Ziel der Fortbildung ist es, die Praxis einer bewegungsorientierten Förderung individueller Entwicklungswege zu erarbeiten.

Angebot für:

Fachpersonen aus Frühförderstellen, Kindergärten, Physio- und Ergotherapeutischer Praxen

Referentin:

Heike Holz

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Mittendrin - Inklusive Frühförderung im Kindergarten (IH – 5)

Frühförderung im Kindergarten, bedeutet auch (vielleicht sogar in erster Linie) Beratung der Erzieherinnen hinsichtlich eines entwicklungsförderlichen Angebots und einer passenden Situationsgestaltung für das Kind mit Beeinträchtigung. Im Zuge der UN- Behindertenrechtskonvention (BRK) steht diese Beratung sowie die praktische Förderung nun im Kontext der Ansprüche einer Inklusionspädagogik. Doch noch ist Inklusion nicht selbstverständliche Kultur, sondern ein Wandel der gestaltet sein will. Von daher geht es darum, dass Erzieher_innen und Frühpädagog_innen neugierig in einen gemeinsamen Prozess einsteigen. Das heißt, gemeinsam erforschen, welche Ziele sich mit dem Anspruch Inklusion verbinden und wie der Prozess aussehen könnte, sich bei der Erreichung dieser Ziele wechselseitig als kollegiale Ressource zu verstehen und zu nutzen. In der Fortbildung wird die Umsetzungen einer inklusiven Frühförderung im Kontext Kindergarten erarbeitet.

Inhalte:

  • Schritte, um die Zusammenarbeit mit den Erzieher_innen im Sinne der gemeinsamen Arbeit an der Inklusionsentwicklung gut einzurichten.
  • Gemeinsame Zielformulierung: Verschiedenheiten der Kinder als Potenzial ihres gemeinsamen Spielens und Lernens wirksam werden lassen
  • Beobachtung und Analyse der mit den Kindern zu überbrückenden Schwierigkeiten
  • Formulierung des Entwicklungsthemas anhand von offenen Fragen gemeinsam kreativ sein
  • Wissenstransfer behinderungsspezifisch hilfreicher Kontextgestaltungen
  • dialogische Interaktions- und Kommunikationsgestaltung mit Kindern

Angebot für:

Frühförderstellen und inklusiv arbeitende Kindertagesstätten

Referentin:

Regina Klaes

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Mittendrin - Frühförderung in und mit der Familie (IH – 6)

Zur Frühförderung gehört selbstverständlich, die mit der Entwicklungsförderung des Kindes verbundene Beratung der Eltern. In aller Regel werden diese beiden Aufgaben als zwar aufeinander bezogene aber voneinander getrennte Schritte umgesetzt. In einer Systemischen Frühförderung erfolgt jedoch schon die Entwicklungsförderung des Kindes mit Beeinträchtigung als gemeinsames Geschehen mit Geschwisterkindern, Eltern oder anderen Bezugspersonen. Entwicklungsförderung ist hier eine Interaktions- und Kommunikationsförderung, so dass diejenigen, die zusammen leben und sich ohnehin tagtäglich aneinander entwickeln (so gut sie eben können), dies auch in einer sich wechselseitig bereichernden Art und Weise hinkriegen. Die Beratung der Eltern wird dann zur gemeinsamen Reflexion der zusammen gestalteten und erlebten Spiel- und Interaktionssituationen.

Inhalte:

  • Einrichten der Zusammenarbeit als wechselseitige Erwartungsklärung
  • Klärung der Unterstützungsbedarfe hinsichtlich der Entwicklungsförderung der Kinder/ der Eltern/ der Familie
  • Umsetzung der Entwicklungsthemen in Anlässe zu interaktivem Spiel
  • Analyse des Spielgeschehens hinsichtlich der Entwicklungsthemen
  • Reflexionsgespräche führen

Angebote für:

Frühförderstellen

Referentin:

Ina Maag, MA Heilpädagogische Früherzieherin, Systemische Bewegungstherapeutin

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Bewegungsorientiert Arbeiten in der Frühförderung

Bewegte Einsichten - praktische Aussichten (IH 7)

Angebot für:

Frühförderstellen

Referentin:

Ina Maag, MA Heilpädagogische Früherzieherin, Systemische Bewegungstherapeutin

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Im Spiel bleiben (IH – 8)

Verhaltensherausforderungen annehmen und konstruktiv weiterführen

Herausforderungen sind manchmal selbst gesuchter, attraktiver Kick, und manchmal unerfreuliche Zumutungen, die Gefühle von Überforderung oder Aussichtslosigkeit trotz aller Bemühungen erzeugen. Doch egal wie, Herausforderungen sind immer ein Heraus aus dem Üblichen und fordern das Betreten von Neuland.

In der Fortbildung werden Verhaltensherausforderungen unter systemischen Gesichtspunkten als kommunikatives Geschehen analysiert. Die Analyse richtet sich auf:

  • die Handlungsvoraussetzungen (Wahrnehmung, Erfahrung, Können, Wollen, Brauchen) des Kindes, aus deren Sicht ihr Verhalten Sinn macht
  • die Impulse, welche es zur Verbesserung seiner Handlungsbedingungen zu setzen versucht und
  • die Resonanzen und Rahmenbedingungen, die das Verhalten stabilisieren, statt es aufzulösen.

Auf dieser Basis werden Ideen für die konkreten Arbeitssituationen der Teilnehmenden entwickelt.
Ziel ist es, nach den Prinzipien der dialogischen Improvisation und systemischen Intervention Orientierung und Kreativität für den problemauflösenden Umgang mit Verhaltensherausforderungen zu entwickeln.

Angebot für:

Fachpersonen aus pädagogischen/ therapeutischen Arbeitsfeldern

Referentin:

Regina Klaes

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

Systemische Entwicklungsförderung und Beratung (IH 9)

Die Spezifik dieses disziplinübergreifenden, innovativen Ansatzes liegt in:

  • dem explizit systemischen Verständnis dessen, was sich in der Arbeit zeigt 
  • einer entsprechend systemischen Handlungsorientierung 
  • der dialogischen Interaktion/ Kommunikation mit Kindern, Eltern, Fachleuten 
  • der bewegungsorientierten Praxis der Entwicklungsförderung 
  • der inklusiven Umsetzung der Förderung im sozialen System Familie/ Kita 

Die Arbeitsweisen und ihre theoretischen Grundlagen werden in einzelnen, unabhängigen Fortbildungen angeboten. Der jeweilige thematische Schwerpunkt orientiert sich am spezifischen Interesse/ den Zielen der Kundschaft. Die Ausrichtung der Fortbildungsinhalte stimmen wir mit Ihnen entsprechend im Vorfeld gemeinsam ab.

Angebot für:

Fachpersonen/ Einrichtungen, die mit Familien mit Kindern mit Beeinträchtigung/ Sehbeeinträchtigung/ komplexer Beeinträchtigung/ Verhaltensauffälligkeit arbeiten

Referentin:

Regina Klaes

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt: