IH 10 Beratungsgespräche führen

 Theorie und Praxis Systemischer Gesprächsführung

Beratungsgespräche im systemischen Sinne führen, heißt gemeinsam über gewünschte Entwicklung nachdenken. Die Gesprächsführung ist daher durch ein hohes Interesse an den Denkweisen des/ der Anderen geprägt und vollzieht einen Wechsel von sagen hin zu fragen. Die Entwicklung neuer Handlungsorientierungen oder Lösungsschritte ist somit eine gemeinsame Erfindung der Gesprächspartner, die im Dialog hervorgebracht wird.

Die Systemische Gesprächsführung ist dabei in hohem Maße voraussetzungsvoll. Die Gespräche gewinnen ihre Kreativität aus den zugrundeliegenden systemischen Denkmodellen. Von daher werden wir in der Fortbildung systemische Gesprächstechniken immer auch in der Auseinandersetzung mit der dazugehörigen Denkweise und Haltung erarbeiten. Respekt der Person und Respektlosigkeit dem Problem gegenüber, Humor, Transparenz, Kompetenzorientierung, interessierte Neugier, die Position des Nichtwissens, Umdeutungen, zuträgliche Verstörungen, Querdenken, Bescheidenheit sind einige Wegweiser für die ressourcenorientierte Dialoggestaltung.

Fortbildungsinhalte:

  • Systemische Grundlagen zum Verständnis von Problem- und Lösungsgestaltung
  • Auftragskontextklärung zur Verhinderung unerwünschter Auswirkungen
  • Auftragsklärung zur Einrichtung gewünschter Kooperation
  • Aufmerksamkeitsorientierung beim Zuhören
  • Mit interessierter Neugier aus der -Position des Nichtwissens- fragen
  • Mit lösungsorientierten Fragen angenehm irritieren

Angebot für:

Fachpersonen aus pädagogisch/ therapeutischen Arbeitsfeldern

Referentin:

Regina Klaes

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt:

IH 11 Gespräche zwischen Tür und Angel

Plötzlich, unerwartet und doch gut vorbereitet

Wie schön, wenn man sich Zeit nehmen kann... in aller Ruhe... und mit Bedacht. Im Arbeitsalltag jedoch sehen die Gelegenheiten für den drängenden Austausch zwischen den Fachleuten und der Kundschaft oft ganz anders aus. Brennende Fragen, ein kleiner Ärger, kurze Mitteilungen, wichtige Infos, Zeit dafür gibt es nicht wirklich, aber da ist ja die kleine Gelegenheit zwischen Tür und Angel und schon ist's gesagt, und schon ist eine Resonanz gefragt und schon... wird's zuweilen schräg! Schräg ist noch nicht problematisch, belastet aber und wird bei der nächsten „kleinen Gelegenheit” manchmal noch schräger... und da sind sie dann, die unnötigen Reibungs- und Kapazitätsverluste.

Und doch sind Tür und Angelgespräche als Bestandteil der Kooperation nicht wegzudenken. Wie könnten sie konstruktiv gestaltet und effektiv genutzt werden? Sollen sie zur Ressource werden, heißt es grundsätzlich vorbereitet zu sein - so paradox es klingt - vorbereitet auf die Offenheit der Situation, um ihr Potenzial wahrnehmen und nutzen zu können.

Die bei den Teilnehmenden vielfältig vorhandenen, gehaltvollen Erfahrungen mit Tür- und Angelgesprächen, sowie das Wissen um deren Voraussetzungen, Auswirkungen und Weiterentwicklungen werden zum Arbeitsmaterial dieser Fortbildung. Auf der Grundlage eines systemischen Dialogverständnisses werden hilfreiche Handlungsorientierungen und praktische Gestaltungsmöglichkeiten erarbeitet.

Angebot für:

Fachpersonen aus pädagogischen/ therapeutischen Arbeitsfeldern

Referentin:

Regina Klaes

Informationen:

zu Rahmenbedingungen, Kosten und zur Abstimmung der Fortbildungsinhalte auf die konkreten Bedarfe

Kontakt: