Fortbildungen
Schnell zu den gewĂĽnschten Fortbildungsangeboten:
- Grundlagen Systemische Bewegungstherapie
- Inhouse-Angebote Fortbildungen
- Praxisweiterbildung- Systemische Bewegungstherapie und Beratung
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bewegung im Dialog sind seit mehr als 20 Jahren in der Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie in der Fort- und Weiterbildung tätig. Die Fortbildungen richten sich in erster Linie an Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Förderung von Menschen mit Behinderung. Die thematischen Schwerpunkte liegen hier auf den Aspekten
- Bewegung als Zugang zur Welt und als Weg, miteinander in den Dialog zu treten
- Bewegungsorientierte Frühförderung mit Familien
- Familienorientierung als Wegweiser der eigenen Arbeit
- Systemische Sichtweisen und deren Konsequenzen im Handeln und Denken
- Eltern-Kind-Kurse als Arbeitsmodell in der Frühförderung
- Planung, Organisation und DurchfĂĽhrung von Eltern-Kind-Wochenenden
- Zusammenarbeit im Team
- Reflektierendes Teamgespräch
- Supervision von Teams
- Bewegung und Wahrnehmung, Orientierung und Mobilität
- Low Vision als handlungsbezogene Überprüfung und Förderung des Sehvermögens
Zum Teil werden diese Fortbildungen in Kooperation mit anderen Weiterbildungsträgern angeboten:
- Paritätische Akademie Frankfurt
- Lebenshilfe (Bundesverband) Marburg
- VDK Berlin
- Zentrum fĂĽr Weiterbildung Dortmund
- Universitäten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bewegung im Dialog lassen sich aber auch gerne direkt von Ihrer Einrichtung oder speziell fĂĽr eine themenspezifische Fortbildung engagieren.
Interessierten Kolleginnen und Kollegen bieten wir an, in unseren Kursen mit Familien zu hospitieren und auf diesem Weg Einblick in unsere Arbeit zu nehmen.
Sollten Sie Interesse an diesen Angeboten haben, informieren wir Sie gerne. Die Anmeldung erfolgt jeweils ĂĽber die ausrichtenden Veranstalter.
Unser Fortbildungsangebot
Grundlagen der Systemische BewegungsTherapie (SBT)
Systemische Bewegungstherapie
Eine zentrale Aufgabe der Systemischen BewegungsTherapie ist es,
die bestehenden Interaktionsweisen von Kindern und Eltern so anzuregen,
dass sie Entwicklungen hervorbringen, die für den Einzelnen wie für die Familie als Gefüge förderlich sind.
In den drei Fortbildungen wird die Komplexität des Ansatzes und der Arbeitsweisen Schritt für Schritt entfaltet.
Theorie und Praxisbezug gehen dabei Hand in Hand.
Hinweis
Die Fortbildungen können unabhängig von der Praxis-Weiterbildung besucht werden.
Die Teilnahme an Teil I verpflichtet nicht zur Teilnahme an Teil II
Die Teilnahme an Teil I ist aber Voraussetzung der Teilnahme an Teil II usw.
FB 1
Systemische Bewegungstherapie – Teil III
Die Selbstorganisation sozialer Systeme – bewegen und beraten
Das Verständnis von Familie als soziales System betont, dass Lernen ein selbstgesteuertes, zirkuläres Geschehen zwischen denen ist, die sich in ihrem alltäglichen Handeln, Denken, Reden und Fühlen aufeinander beziehen.
Die Aufgabe heiĂźt, diesem kommunikativen GefĂĽge durch eine passend andere Mitgestaltung des Handelns und Denkens zu den gewĂĽnschten neuen wechselseitigen Wirkungen zu verhelfen.
Wie diese Aufgabe als eine absichtsvolle Improvisation mit den Requisiten, Bildern, Bewegungen, KostĂĽmen, dem Drehbuch der Familie umgesetzt werden kann, werden wir Schritt fĂĽr Schritt erarbeiten.
Schwerpunkte:
die Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern,
die bewegungstherapeutische Intervention in ihre Interaktionsprozesse
die dialogische Beratung von Eltern
| TeilnehmerInnen: | Fachleute aus dem pädagogischen/ therapeutischen Bereich, die mit Familien mit Kindern mit Behinderung, Mehrfachbehinderung, Verhaltensauffälligkeit arbeiten |
|---|---|
| Referentinnen: | Renate Heule, Regina Klaes |
| Termin: | 20. – 22.01.2012 Beginn: 12:00 Uhr Ende: 15:00 Uhr |
| Ort: | Kindertagesstätte Helen Keller Ringallee 64 35390 Gießen (Hessen) |
| Seminarkosten: | 250,- € (20 U-Stunden) |
| Anmeldeschluss: | 21.12.2011 |
FB 2
Systemische Bewegungstherapie Teil I
EinfĂĽhrung in die Systemische Denkwelt
Die Prozessgestaltung der Systemischen Bewegungstherapie basiert auf Annahmen der Selbstorganisation und Eigenlogik von Lernen und Entwicklung. Dabei geht es sowohl um die einzelne Person als System als auch um das GefĂĽge mehrerer Personen, die fĂĽreinander relevante Umwelt sind und in Kommunikation und Interaktion ein soziales System gestalten. Diese gedankliche Grundlage ist eine Quelle des wirkungsvollen Handelns in den Interaktions- und Beratungsprozessen der Systemischen Bewegungstherapie.
Theoriebezogen und zugleich mit hohem Nutzen für die Praxis geht es in dieser Fortbildung um die systemische Betrachtungs- und Verständnisweise von: Familie, Behinderung, Entwicklung, Problem, Intervention und Lösungsentwicklung und dem damit zusammenhängenden Aufgaben- und Rollenverständnis in der Zusammenarbeit mit Familien mit Kindern mit Behinderung.
| TeilnehmerInnen: | Fachleute aus dem pädagogischen/ therapeutischen Bereich, die mit Familien mit Kindern mit Behinderung, Mehrfachbehinderung, Verhaltensauffälligkeit arbeiten |
|---|---|
| Referentinnen: | Renate Heule, Regina Klaes |
| Termin: | 16. – 18.03.2012 Beginn: 12:00 Uhr Ende: 15:00 Uhr |
| Ort: | Kindertagesstätte Helen Keller Ringallee 64 35390 Gießen (Hessen) |
| Seminarkosten: | 250,- € (20 U-Stunden) |
| Anmeldeschluss: | 17.02.2012 |
Systemische Bewegungstherapie Teil II
Verhalten beobachten, im Kontext verstehen, im Dialog gestalten
Teil II richtet den Blick explizit
– auf das Verhalten des Kindes mit Behinderung
– auf die Analyse der je individuellen Selbstorganisation des Kindes, mit der es seine Entwicklung betreibt
– auf das bewegungstherapeutische Vorgehen, sich mit diesem Prozess förderlich intervenierend zu koppeln.
Dabei entwickeln wir aus der „Theorie der virtuellen Bewegung“, die die Bedeutung der Bewegung für die zirkuläre Selbstorganisation von Wahrnehmen, Erkennen, Vorstellen und Handeln herausstellt, praxisrelevante Annahmen, Haltungen, Beobachtungs- und Handlungsorientierungen.
Inhaltlich leitende Fragen sind:
Worauf richtet sich die Beobachtung von Verhalten und Interaktion?
Wie wird aus dem Beobachteten Information und worĂĽber?
Welche Themen ergeben sich daraus für die therapeutische Förderung?
Wie kann die praktische Umsetzung aussehen?
Anhand von Videobeispielen und mit Hilfe thematisch bezogener Bewegungseinheiten werden wir zu diesen Fragen praxisanregende Antworten erarbeiten.
| TeilnehmerInnen: | Fachleute aus dem pädagogischen/ therapeutischen Bereich, die mit Familien mit Kindern mit Behinderung, Mehrfachbehinderung, Verhaltensauffälligkeit arbeiten |
|---|---|
| Referentinnen: | Renate Heule, Regina Klaes |
| Termin: | FrĂĽhjahr 2014 |
| Ort: | Kindertagesstätte Helen Keller Ringallee 64 35390 Gießen (Hessen) |
| Seminarkosten: | 250,- € (20 U-Stunden) |
| Anmeldeschluss: | 21.12.2012 |
FB 3
Orientierung und Mobilität (O&M) mit blinden, sehbehinderten und mehrfachbehinderten Kindern
Ein kreativer Dialog systemisch an- und umgesetzt
Wenn die fachliche Unterstützung zum Erwerb hilfreicher Orientierungs- und Mobilitätsstrategien angefragt wird, hat jedes Kind bereits seine eigenen O&M-Strategien entwickelt, findet sich damit in seiner alltäglichen Umwelt irgendwie zurecht und baut sie eigenlogisch weiter aus.
Unabhängig von der Effizienz dieser individuellen Formen sind sie die Basis für den weiteren Lernprozess. Ein systemisches Vorgehen beansprucht, die Strategien des Kindes zu erkennen, zu verstehen und sie als Ressource des Vermittlungsprozesses zu nutzen. Es geht darum, dem Kind genau die Unterstützung zu bieten, mit der es aus seinen Strategien das hilfreich Neue entwickeln kann.
Die Eltern werden in das kreative Geschehen einbezogen, so dass sie die fĂĽr ihr Kind passenden Lernwege von Anfang an mitgestalten und sich so zwischen Eltern und Kind ein geeignetes Zusammenspiel entwickelt.
Ziel der Fortbildung ist:
- Sinn und Zweck der individuellen Strategien der Kinder analysieren können
- Bedingungen und Potenziale fĂĽr die Kopplung des O&M-Angebots entdecken
- einen kreativen und zugleich zielorientierten Dialog entwickeln können
- geeignete Interaktionen von Kind und Eltern mitentwickeln können
| TeilnehmerInnen: | Fachleute, die mit blinden, sehbehinderten oder mehrfachbehinderten Kindern arbeiten (FrühförderInnen, O&M-LehrerInnen, ErzieherInnen, LehrerInnen und PädagogInnen) |
|---|---|
| Referentin: | Renate Heule |
| Termin: | Fr. 26. – Sa 27.10.2012 1. Tag: 10:00 – 18:00 Uhr 2. Tag: 9:00 – 17:00 Uhr |
| Ort: | Kirchliche Fort- und Ausbildungsstätte Mulangstr. 21 – 23 34131 Kassel (Hessen) |
| Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten | sind reserviert |
| Seminarkosten: | 216,- € (18 U-Einheiten) |
| Anmeldeschluss: | 15.09.2012 |
Inhouse Veranstaltungen
Fortbildungen in Ihrer Einrichtung
zu Themen, die fĂĽr Ihre MitarbeiterInnen
und Ihre Kundschaft von Interesse sind
Inhouse-Veranstaltungen haben neben den oft nicht unmaßgeblichen Kostengesichtspunkten weitere große Vorteile. Im Zuge gemeinsamer Professionalisierung wächst das Team zusammen und entwickelt das die Einrichtung auszeichnende Qualitätsprofil.
Bedarf und Möglichkeiten, gewünschter Themen und Ziele
Rahmenbedingungen und Kosten besprechen Sie direkt mit dem/ der Referenten/in.
Weiterleitung an die richtige Adresse durch:
Gudrun Badde
Tel.: 0251-262571
mail: g.badde@bewegung-im-dialog.de
Auswahl möglicher Inhouse-Angebote:
IH 1 – Familien-Wochenende in Bewegung
Im Spiel bleiben (S. Mathier, M. Bonerz)
Zusammen mit Fachleuten Ihrer Einrichtung/ Institution gestalten wir ein Wochenende (Fr. –So.), an dem fünf bis acht von Ihnen betreute Familien teilnehmen können.
Die Wochenenden stehen ganz im Zeichen von Bewegen, Spielen, Wahrnehmen, Begreifen. Dschungel, Zirkus, Seefahrt, … oder beliebte KinderbĂĽcher werden zur gemeinsamen Erlebniswelt, in die Kinder, Eltern Fachleute aktiv mit allen Sinnen eintauchen.
Die Eltern finden Raum und Zeit für ihre Themen bezüglich ihrer Kinder, der Aufgaben des Alltags, der Gestaltung des Familienlebens etc.. Diese, von uns moderierten Gespräche, werden durch das gemeinsame Erleben in der Gruppe bereichert und leben von der versammelten Kompetenz der Eltern und Fachleute.
Für die MitarbeiterInnen Ihrer Einrichtung ist ein solches Wochenende zugleich eine Praxisfortbildung zur bewegungsorientierten Förderung, Gestaltung von Familienkursen und dialogischer Beratung von Eltern.
Das intensive und zugleich leichte Miteinander, ist auch fĂĽr die weitere Zusammenarbeit mit den Familien ein groĂźer Gewinn.
IH 2 – IH 4 sind Angebot auch für Elterngruppen
IH 2 – Mein Kind will selbständig werden – wie kann ich es dabei unterstĂĽtzen?
Orientierung und Mobilität/ Lebenspraktische Fertigkeiten
(R. Heule, I. Maag)
Wie kann ich mein blindes, sehbehindertes oder mehrfachbehindertes Kind in seiner Selbständigkeitsentwicklung unterstützen?
Wie kann es lernen mobil(er) zu werden und sich in seinen kleinen und größeren Handlungsräumen zu orientieren? Wie kann es mehr und mehr bei Alltagsaufgaben (essen, sich waschen, Zähne putzen, anziehen, aufräumen, Tisch decken,…) eigenaktiver mitwirken oder sie sogar selbständig erledigen?
Ausgehend von den Fragen/ Erfahrungen der Eltern und unter Berücksichtigung der bereits erworbenen Strategien der Kinder, werden wir zusammen individuell passende Unterstützungsmöglichkeiten entwickeln.
Videobeispiele und kleine Selbsterfahrungseinheiten werden dabei hilfreich sein.
Teilnahme
Eltern mit blinden, sehbehinderten oder mehrfachbehinderten Kindern
Auch geeignet als Angebot von Elternvereinen, Selbsthilfegruppen, Frühförderstellen etc. an ihre Mitglieder oder Kundschaft.
IH 3 – Warum macht mein Kind das?
Zusammen querdenken und einen Umgang mit schwierige Verhaltensweisen finden. Â (M. Bonerz, K. Ernst)
Manchmal legen die Kinder Verhaltensweisen an den Tag, die für Eltern unverständlich sind und mit der Frage: Wo führt das wohl noch hin? Sorge bereiten.
Wir bieten Eltern die Möglichkeit, die fragwürdig gewordenen Verhaltensweisen ihrer Kinder zum Thema machen zu können, mit dem Ziel neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die von uns angebotene klare Strukturierung des gemeinsamen Nachdenkens in der Gruppe und das systemische, kreative Querdenken ist dafür ausgesprochen hilfreich – auch als Anregung bei nächsten verhakelten Situationen zu hause auf diesem Wege neue Handlungsideen zu entwickeln.
Teilnahme:
Eltern von Kindern/ Jugendlichen mit Behinderung/ Verhaltensauffälligkeit, geeignet als Angebot von Elternvereinen, Selbsthilfegruppen, Frühförderstellen etc. an ihre Mitglieder bzw. Kundschaft,
geeignet als Fortbildung für Moderatoren von Elterngesprächskreisen.
IH 4 – EinfĂĽhrung in die Welt der Zahlen und Formen
Eine Hand voll Viel oder Wenig
(G. Badde)
Zahlen, Mengen, Formen und Ordnungssysteme begegnen uns in der Alltagswelt auf Schritt und Tritt und sind Erfahrungen, die dann im Mathematikunterricht genutzt werden. Doch sind diese Vorerfahrungen für sehgeschädigte Kinder nicht so einfach zu machen. Daher ist es hilfreich, wenn die Gestaltung solcher Erfahrungsgelegenheiten in die Aufmerksamkeit von Frühförderung, Kindergarten und Familienalltag rückt.
Es geht es um Antworten zu folgenden Fragen:
Wie kann mein Kind spielerisch in die Welt der Zahlen und Formen einsteigen?
Wie kann das „Begreifen“ von Mengen erleichtert werden?
Welche Materialien erleichtern die EinfĂĽhrung in die Grundrechenarten und machen auch die Grundlagen der Multiplikation und Division vorstellbar?
Teilnahme:
Elterngruppen, Integrative Kindergärten, Frühförderstellen etc.
IH 5 – In Bewegung den Raum erfahren
Förderung von Raumwahrnehmung/ Orientierung und Mobilität
mit Menschen mit Sehschädigung, körperlicher, mehrfacher Behinderung
(R. Heule)
Die Förderung der Raumwahrnehmung und O&M sehgeschädigte Menschen mit körperlicher/ und mehrfacher Behinderung will individuell gestaltet werden.
Auf der Grundlage eines systemischen Bewegungsverständnisses werden
Beobachtungs- und Analysefähigkeiten erarbeitet sowie Handlungsorientierungen und konkrete Wege zur individuellen Unterstützung der O&M mehrfachbehinderter Menschen entwickelt.
IH 6 – Bewegungsorientierte Entwicklungsförderung
Lernen in Bewegung
(H. Holz, D. Schilling)
Von Anfang an findet Lernen über Bewegung statt, denn Verstehen ist an Handeln gebunden und Handeln ist emotionales Erleben. Zur Förderung der psychischen, motorischen und kognitiven Entwicklung gilt es, Angebote so zu gestalten, dass das Kind mit sich selbst (Eigenerfahrung), mit Anderen (Kommunikationserfahrung) und mit den Dingen (Funktionserfahrung) Erfahrungen macht, durch die es sich und die Welt zueinander passend hervorbringen kann. Unter systemisch-konstruktivistischen Gesichtspunkten stehen dabei bewegungsdialogische und kommunikative Prozesse im Vordergrund.
Ziel der Fortbildung ist es, die Praxis einer bewegungsorientierten Förderung individueller Entwicklungswege zu erarbeiten.
IH 7 – Komplexe Themenzusammenhänge ĂĽber Bewegung leicht verständlich machen -
in Teamarbeit, Fortbildung und Supervision
(R. Klaes)
Manchmal helfen viele bemühte Worte nicht, um die Vorstellungskräfte des durchaus interessierten Zuhörers in Gang zu bringen. Sie führen dann mehr zur gedanklichen Verstopfung denn zur Erweiterung. Komplexe Themen in entsprechende Bewegungsanlässe umzusetzen, ermöglicht dagegen direktes Erleben und führt oft auf schnellerem Wege zu Verstehen und anregender Auseinandersetzung.
Ziel ist es, Bewegungsaufgaben, die konkrete Themen mit Erleben füllen und reichhaltige Grundlage für weiteres Nachdenken schaffen, entwickeln, durchführen und auswerten zu können.
Sportliche oder künstlerische Bewegungsfertigkeiten sind dazu nicht erforderlich, grundsätzlicher Zuspruch zu Bewegung ist allerdings von Vorteil.
IH 8 – Erfolgreich beraten
beraten durch fragen
(R. Heule, R. Klaes)
Wenn guter Rat teuer ist …, wird er eher beherzigt!
Was aber, wenn er freihaus geboten wird – ob von der Kundschaft nachgefragt oder nicht? Gut gemeinte Ăśberzeugungsarbeit geht nicht selten mit der Enttäuschung einher, beim Anderen irgendwie doch nicht zu erreich, was man selbst mit professioneller Verantwortung fĂĽr wichtig, richtig und notwendig hält. Die Grundlage systemischer Beratung ist zu verstehen, fĂĽr was der Status quo bereits eine Lösung ist, zu klären, was sich auflösen und anders werden sollte, wie der Weg dahin aussehen könnte und mit welcher AusrĂĽstung dieser Weg von und mit wem begangen werden kann. Wie man das zusammen mit der Kundschaft entwickelt, wird praktisch erprobt.
IH 9 – Das Reflektierende Team
Eine systemische Arbeitsmethode der Beratung und Fallbesprechung
(R. Heule, R. Klaes)
Das Reflektierende Team ist eine systemische Beratungsmethode und eignet sich besonders für Fallbesprechungen im Team. Die starke Strukturierung erlaubt eine gewinnbringende kollegiale Beratung in einem zeitlichen Rahmen von einer halben Stunde. Ein wunderbarer Nebeneffekt ist der, dass sich durch die Gleichberechtigung der Beiträge mit der Zeit auch die kommunikativen Beziehungen im Team angenehm verändern und deutlich mehr der vorhandenen fachlichen Ressourcen in die Aufgabengestaltung der Organisation einfließen.
IH 10 – Wie sag ich’s meiner Kundschaft?
Wenn Respekt und MitgefĂĽhl Offenheit verhindern
(R. Klaes)
Wie sage ich Eltern, dass ich die Situation ihres Kindes, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten anders einschätze als sie, dass ich bei einer, von ihnen favorisierten Entscheidung ein mulmiges Gefühl habe, dass ich manche ihrer Hilfestellungen für nicht förderlich halte andere dafür vermisse? Wie kann ich Offenheit wagen und so meine fachliche Verantwortung tragen?
Ohne Antworten auf diese Frage gedeiht zuweilen das Gefühl der Versäumnisse und die Kommunikation mit der Kundschaft vertrocknet. Der respektvolle verstehende Umgang mit den Personen und der zugleich ’respektlose’ weitende Umgang mit ihren Konstruktionen führt zur offenen Zusammenarbeit. Wie das gehen kann? Wir werden es praktisch erarbeiten!
IH 11 – Wenn es klemmt
Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Familie
Kindergarten – FrĂĽhförderung – Familie
Schule – Schwerpunktschule (GU-LehrerIn) – Familie
(G. Badde, R. Klaes)
In der Kooperation zwischen Institutionen und Familie sind Eltern und Fachleute gefragt, gemeinsame Ziele innerhalb eines sehr komplexen Beziehungs- und Strukturgeflechts einander ergänzend zu verfolgen. Die aus unterschiedlichen Perspektiven entwickelten Vorstellungen über Möglichkeiten und Wege der Förderung und Bildung des Kindes und die daran gebundenen Erwartungen, wer wem wie wozu unter die Arme greift, wer für was verantwortlich ist, machen die Zusammenarbeit nicht gerade leicht. Es ist eine Aufgabe, die den Umgang mit Schwierigkeiten verlangt und von daher die Kooperationspartner von vorne herein zum Lösungsteam machen sollte.
Wie kann diese vielschichtige Kommunikation, in BerĂĽcksichtigung der unterschiedlichen Rollen, Positionen, Interessen und strukturellen Rahmenbedingungen von Anfang an auf eine dialogische Basis gestellt werden?
Ziel der Fortbildung ist es, aus systemischer Perspektive konkrete Handlungsorientierungen fĂĽr die Gestaltung des Zusammenwirkens der Institutionen untereinander und mit der Familie zu gewinnen.
Supervision als qualitätssichernde Begleitung auf neuen Wegen
Neues stabilisieren
(R. Heule, R. Klaes)
Die Implementierung der Sichtweisen, Arbeitsformen und Handlungsorientierungen einer systemisch orientierten Arbeitsweise ist ein Entwicklungsprozess, der erst nach und nach an Klarheit, Sicherheit und Gelenkigkeit gewinnt. Mit einer kontinuierlichen Supervision der Arbeitsprozesse, lässt sich die Richtung halten, die Methoden verfeinern, die Kompetenzen ausbauen und stabilisieren. Auf diesem Wege können die in Fortbildungen angesetzten Früchte tatsächlich reifen und geerntet werden.
Systemische Supervision –
Problemauflösende Reflektion beruflicher Fragen
(R. Heule, H. Holz, R. Klaes, D. Schilling)
Das Angebot richtet sich an Teams bzw. Fachleute aus den pädagogischen, therapeutischen, medizinisch oder rehabilitativen Berufsbereichen.
Die systemische Supervision dient dazu, die jeweilige berufliche Praxis konstruktiv zu reflektieren, Fragen, Probleme, Unzufriedenheiten aufzulösen und mit vorhandenen Ressourcen Veränderungen zu gestalten.
Praxis-Weiterbildung
Systemische Bewegungstherapie und Beratung
Ein groĂźer Teil der Weiterbildung findet in der direkten Zusammenarbeit mit Familien mit Kindern mit Behinderung im Setting der Familienkurse statt.
Daher Praxis-Weiterbildung!
Die aktive Mitwirkung der/ Weiterbildungsteilnehmerin/ des -teilnehmers an der Prozessgestaltung der Systemischen Bewegungstherapie und Beratung wächst bis zur eigenständigen Übernahme der Zusammenarbeit mit einer Familie kontinuierlich an. Die bis dahin Schritt für Schritt erworbenen theoretischen Kenntnisse wie praktischen Kompetenzen erhalten so – in enger supervisorischer Begleitung einer Lehrtherapeutin - die eigene “Handschrift“ und Stabilität.
Zertifizierung
Die Praxis- Weiterbildung schlieĂźt mit dem Zertifikat:
“Systemische Bewegungstherapie und Beratung“
Teilnahme
Die Praxis-Weiterbildung richtet sich an alle FachkollegInnen aus den Arbeitsbereichen: FrĂĽhförderung, Erziehung, Medizin, Rehabilitation, Heil-, Sonder-, Sozialpädagogik, Familien-, Ergo-, Physio-, Musik-, Bewegungstherapie, Logopädie,…, die bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Kindern/Jugendlichen mit Behinderung/ Verhaltensauffälligkeit und deren Eltern haben.
Voraussetzungen
mindestens 3 Jahre Berufserfahrung
in der Zusammenarbeit mit Familien mit Kindern/Jugendlichen mit Behinderung/ Verhaltensauffälligkeit
Interesse an Bewegung, auch in eigener AusĂĽbung
Gruppenfähigkeit
Eignung
Die Eignung zur Fortsetzung der Praxis-Weiterbildung
Wird mit der/dem TeilnehmerIn nach
Modul 1: EinfĂĽhrung in die systemische Denkwelt und
Modul 2:EinfĂĽhrung in die Praxis der Systemischen Bewegungstherapie
besprochen und gemeinsam entschieden.
Umfang / Dauer
mind. 29,5 – max. 41,5 Fortbildungstage
innerhalb von 3 Jahren ( 10 Tage/ Jahr)
Kosten
3550,- €
zzgl. Unterkunfts-, Verpflegungs- und Reisekosten
Arbeitsmaterialien (ausgenommen Literatur) werden gestellt.
Inhalte der Praxis-Weiterbildung
Entwicklungstheoretischer Zusammenhang von
- Bewegung und Wahrnehmung
- Bewegung und Kommunikation
- Bewegung und Kognition
- Bewegung und Emotion
- Organisation autopoietischer Systeme
Systemisches Verständnis von
- Person als psychisches System
- Familie als soziales System
- Behinderung als Kommunikationsentwicklung
- Problem- und Störungskommunikationen
- Intervention und Lösungskommunikation
Kompetenz-, Ressourcen- und Lösungsorientierung in Gesprächen
- Grundlagen systemisch orientierter Gesprächsführung
- Erstgespräch: Rollen-, Themen-, Ziel- und Aufgabenklärung
- Beratung als kreativer Dialog
- Handeln verstehen und Denken gestalten
- Design und Moderation von Elterngruppengesprächen
- Ressourcenorientierte Fallbesprechung im Team
Bewegungsorientierte Zusammenarbeit mit einer Familie
- Kompetenzorientierte Diagnostik
- Förderthemenbezogene Planung des therapeutischen Angebots
- Gestaltung der Fördersituation unter Einbezug der Eltern und Geschwister
- Auflösung entwicklungsbremsender Kommunikationsmuster
- Gestaltung neuer entwicklungsförderlicher Interaktionen
Bewegungsorientierte Zusammenarbeit mit der Familiengruppe
- Intention, Organisation, Aufmerksamkeiten
- Umwandlung von Sprache in Bewegungserleben
- DurchfĂĽhrung von Bewegungseinheiten
- Bewegungsdialogisches Arbeiten in der Gruppe
Aufbau der Praxis-Weiterbildung
| Modul | Modul | Tage | Kosten € | Termine |
|---|---|---|---|---|
| Jahr 1 | ||||
| 1 | Grundlagen SBT I EinfĂĽhrung in die systemische Denkwelt |
2,5 | 250 | Fr. 16. – So. 18.03.2012 |
| 2 | Praxis SBT 1 Hospitation EinfĂĽhrung in die Praxis |
6 oder 10 | 600 | Sommer- oder Herbstkurs |
| Jahr 2 | ||||
| 3 | Grundlagen SBT II Verhalten beobachten, im Kontext verstehen, im Dialog gestalten |
2,5 | 250 | Fr. 01. – So. 03.02.2012 |
| 4 | Praxis SBT 2 Assistenz Prozessbegleitung |
6 oder 10 | 800 | Sommer- oder Herbstkurs |
| Jahr 3 | ||||
| 5 | Grundlagen SBT III Soziale Systeme bewegen und beraten |
2,5 | 250 | Fr. 20. – So. 23. 01.2012 |
| 6 | Familienkurskonzept Kursvorbereitung konkret |
2 | 200 | Fr. 13. – So. 15. 04.2012 |
| 7 | Praxis SBT 3 Realisation Prozessgestaltung |
2 | 1000 | Sommer- oder Herbstkurs |
| 8 | Kompatibilität SBT SBT in anderen Arbeitssettings |
2 | 200 | Termin wird festgelegt |
| min. 29,5 max. 41,5 |
3550,- € |
Die Bausteine der Praxis-Weiterbildung
1. Modul: Systemische Bewegungstherapie Teil I
EinfĂĽhrung in die Systemische Denkwelt
2. Modul: Praxis SBT 1 – EinfĂĽhrung in die Praxis – Hospitation
Die Hospitation in einem Familienkurs dient dazu, die vielfältigen Zusammenarbeitsprozesse der Systemischen Bewegungstherapie unter bestimmten Aspekten entspannt beobachten zu können, und die gedanklichen Grundlagen aus Modul 1 praktisch umgesetzt zu sehen.
3. Modul: Systemische Bewegungstherapie Teil II
Verhalten beobachten, im Kontext verstehen, im Dialog gestalten
Der Blick richtet sich hier explizit auf das Verhalten des Kindes mit Behinderung,
auf die Analyse seiner individuellen Selbstorganisation, mit der es seine Entwicklung betreibt und auf das bewegungstherapeutische Vorgehen, sich mit diesem Prozess förderlich zu koppeln. Inhaltlich leitende Fragen sind:
Worauf richtet sich die Beobachtung von Verhalten und Interaktion?
Wie wird aus dem Beobachteten Information und worĂĽber?
Welche Themen ergeben sich daraus für die therapeutische Förderung?
Wie kann die praktische Umsetzung aussehen?
Anhand von Videobeispielen und mit Hilfe thematisch bezogener Bewegungseinheiten werden wir auf der Basis der „Theorie der virtuellen Bewegung“ zu diesen Fragen praxisanregende Antworten erarbeiten.
4. Modul: Praxis SBT 2 – Mitgestaltung der Praxis – Assistenz
In der zweiten Praxisphase wird der/die Weiterbildungsteilnehmer/In in den Zusammenarbeitsprozess mit einer Familie aktiv einbezogen.
Das gilt sowohl für die themenbezogenen Bewegungs-/Handlungseinheiten mit den beteiligten Familienmitgliedern als auch für die Gespräche mit den Eltern.
Die Lehrtherapeutin macht ihre Beobachtungen und Hypothesen, ihre Vorhaben und Handlungsprämissen transparent und wertet die Arbeitsprozesse nach der jeweiligen Einheit mit dem Weiterbildungsteilnehmer/ der –teilnehmerin aus.
5. Modul: Systemische Bewegungstherapie Teil III
Selbstorganisation sozialer Systeme – bewegen und beraten
6. Modul: Familienkurskonzept – Kursvorbereitung konkret
In diesem Teil der Weiterbildung geht es in erster Linie um die inhaltliche Ausformung der Kursbestandteile, die sich an die Gesamtgruppe der Familien richten.
–       Entwicklung der Bewegungsangebote für die Gesamtgruppe der Familien, über die Sinnzusammenhänge (Geschichten) in Bewegung erlebbar und verständlich
–       Entwicklung der Themenangebote für die Elterngruppe – Design und Moderation
–       Entwicklung hilfreicher Teamstrukturen
7. Modul: Praxis SBT 3 – Gestaltung der Praxis – mit Begleitung
Der zentrale Auftrag an den Weiterbildungsteilnehmer/ die -teilnehmerin ist die eigenständige Zusammenarbeit mit einer Familie während eines mindestens 6-tägigen Familienkurses. Er/ sie wird dabei von einer eigens dafür zuständigen Lehrtherapeutin begleitet, so dass die Vorbereitung und Gestaltung der Arbeitsprozesse, ihre jeweilige Entwicklung, das damit verbundene Erleben sowie aufkommende Fragen individuell und zeitnah besprochen werden.
Durch diese intensive prozessorientierte Reflexion sorgen wir für größtmögliche Handlungssicherheit. Die Verantwortung für die Qualität der Zusammenarbeit mit der jeweiligen Familie verbleibt, im Sinne der Entlastung, auf unserer Seite.
Modul 8: Anpassung der SBT an andere Arbeitssettings
Spezifische Anpassung der Systemischen Bewegungstherapie und Beratung auf die jeweilige Arbeitssituation der WeiterbildungsteilnehmerInnen.

